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Die Entstehung der Fraueninitiative...
Als die graue Kriegswolke über die Ixil-Region vorüberzog, wurden etliche Witwen mit der Versorgungsfrage ihrer Familien und Kinder konfrontiert.
So kam es dazu, dass sich im Jahre 1986 fünf Weberinnen Cotzals zusammen getan haben, um gemeinsam Textilien herzustellen, von deren Verkauf sie sich zu überleben erhofften. Sie boten ihre Webereien in den lokalen Märkten an und luden gleichzeitig andere Witwen und bedürftige Frauen ein, sich ihrer kleinen Gruppe anzuschließen, damit auch sie einen Ausweg aus dem Elend fänden.
...und ihr Wachstum zu einer Kooperative
Mit den Jahren wuchs die Anzahl der Weberinnen des Frauenprojektes beträchtlich, bis sie im Jahre 1998 auf eine Mitgliederzahl von 30 Frauen anstieg und sich bis heute gehalten hat.
Dank der engen Zusammenarbeit der Frauen, dem gemeinsamen Willen und der hohen Motivation wurde aus dem kleinen Projekt eine staatlich anerkannte Kooperative, mit dem offiziellen Namen:
COOPERATIVA INTEGRAL DE COMERCIALIZACIÓN TEJIDOS COTZAL, R.L.
Aktivitäten und Prioritäten der Kooperative
Die Garantie dafür, dass die Weberinnen den gerechten Lohn für die von ihnen handgewebten Textilien erhalten, hat in der Kooperative höchste Priorität und steht an oberster Stelle.
Dank dem Verkauf ihrer Webereien können die Frauen ihre wirtschaftliche Lage verbessern und damit sich und ihre Familien versorgen.
Mit dem Prozentsatz der Einnahmen, der in die Kasse der Kooperative geht, wird in den Gemeinnutzen investiert, wie z.B. in die Organisation von Workshops und Fortbildungsprogrammen.
Neben der Produktion von den traditionellen Ixil-Textilien bietet die Kooperative eine alternative Kennen-lern-tour für Touristen an (siehe: solidarischer Tourismus).
Gemeinsame Träume und Zukunftsperspektiven
Übers Weben hinaus wünschen sich die Frauen in der Zukunft mehr Aktivitäten ins Leben rufen zu können, mehr Zeit miteinander zu verbringen und neue Projekte zu starten. Sie träumen davon zu wachsen „wie ein Baum mit seinen tausend Ästen bis hoch in den Himmel“. Dabei sehen sie sich selbst als die Wurzel des Baumes und die Weberei als Baumkrone. Von der Wurzel aus sollen all ihre Ideen wie die Äste eines Baumes ständig wachsen und sich ausbreiten.
Sie träumen von einem eigenen Grundstück für ihre Kooperative, auf dem eine große Lehmhütte mit Ziegeldach stehen soll. Innen drin soll es einen Schulraum geben, wo sie den zukünftigen Weberinnen ihr Handwerk lehren. In einem kleinen Lädchen sollen ihre Textilien zum Verkauf angeboten und in einem kleinen Museumsraum ihre besonderen Web-Kunstwerke ausgestellt werden. In einer gemütlichen Cafeteria würden sie die neugierigen Besucher mit einer großen Tasse Kaffee empfangen und sie die typischen Köstlichkeiten der Maya-Küche probieren lassen.
Die Frauen sind zuversichtlich, dass sich all ihre Wünsche „mit genügend Regen und Sonne“ verwirklichen werden.
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