Information
Introduction
San Juan Cotzal
Histoire du Projet
Vie des femmes
Photos des tissages
    dot Motivos
    dot¿Dónde se venden?
Programme de la visite
Repas
Logement
Comment y aller?
autres
 

Augenzeugen des Krieges
In Cotzal fand der Krieg 1983 zwar sein Ende, aber die schrecklichen Bilder und Erinnerungen leben weiterhin in den Köpfen und Herzen der Betroffenen. Selbst nach den vielen Jahren ist der Krieg ein heikles Thema, das man mit viel Vorsicht und Zurückhaltung behandeln sollte. Wir bemühen uns darum das kollektiv herrschende Tabu-Thema aufzubrechen und eine Möglichkeit des Austausches für die Frauen zu schaffen.

An dieser Stelle haben wir Zeugenaussagen von 7 Weberinnen festgehalten, die es geschafft haben den Mut und die Kraft aufzubringen, sich ihren Kriegserinnerungen zu stellen.

DOÑA ISABEL PÉREZ RODRIGUEZ, 79 Jahre alt
Doña Isabel hat sich den Weber-Frauen angeschlossen, um sich ihr tägliches Brot zu verdienen. Bevor sie von der Fraueninitiative wusste, arbeitete sie als Tagelöhnerin auf der ständigen Suche nach Arbeit. Dank ihrer Mitgliedschaft in der Kooperative hat sie ihre sichere Arbeitsstelle und erhält regelmäßig alle 15 Tage ihren festen Lohn.  
Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter.

„Als ich 30 war habe ich meinen Mann verloren und habe seit dem nie wieder geheiratet. Mit 35 habe ich Weben gelernt. Wegen meinem Alter kann ich nur noch schlichte Textilien weben, da ich nicht mehr von Hand sticken kann. Wenn ich nicht mehr arbeite möchte ich, dass ich für diese Zeit eine Geldreserve habe, um Medizin, Lebensmittel, Feuerholz, Mais und Bohnen kaufen zu können,.
Den zukünftigen Weberinnen wünsche ich ganz viel Glück und Erfolg im Projekt.“

DOÑA CATARINA POMA, 63 Jahre alt
Doña Catarina ist froh darüber ein Teil der Kooperative zu sein. Obwohl es nicht viel ist, was sie verdient, reicht es aus, um über die Runden zu kommen. Sie hat ihre Enkelkinder bei sich aufgenommen, sie zieht sie groß, versorgt sie und bezahlt die anfallenden Schulkosten ihrer Enkel.

„Im Krieg habe ich meinen Mann verloren. Wir waren gerade am Abendessen, als plötzlich die Soldaten ins Haus kamen. Meinen Mann haben sie gefesselt und ihm ein Stück Stoff in den Mund gestopft. Mich haben sie aus dem Haus gezerrt und meinen Mann drinnen getötet. Für ein paar Tage habe ich auf einer Plantage gelebt, um mir wenigstens ein bisschen Geld für Lebensmittel zu verdienen. Ich hatte nichts, die haben mein Haus angezündet und ich habe alles verloren. Als ich von dem Frauenprojekt hörte, habe ich dort nach Arbeit gefragt und die Weberinnen haben mich bei sich aufgenommen. Ich wäre so froh, wenn die Kooperative mir eine zusätzliche Beihilfe geben würde, damit meine Enkel weiterhin zur Schule gehen können.“

DOÑA MARIA RODRIGUEZ POMA, 36 Jahre alt
Doña Maria lebt von der Weberei und unterhält mit ihrer Arbeit ihre 6 Kinder. Doch wenn das Geld nicht ausreicht, müssen die Kinder aus der Schule bleiben und statt dessen bei einem Bauern auf den Maisfeldern aushelfen oder Brennholz hacken.

„Mein Mann ist im Krieg gestorben. Zu der Zeit hatte ich schon 3 Kinder und ich habe mich mit einem anderen Mann zusammen getan. Ich habe 3 Kinder von ihm gekriegt und dann hat er mich verlassen. Dank der Kooperative habe ich eine feste Arbeit. Jedesmal wenn ich höre, dass es keine Arbeit gibt, macht mich das sehr traurig. Ich will, dass meine 6 Kinder zur Schule gehen, aber dafür reicht das Geld einfach nicht aus. Ich hoffe, dass unser Projekt wächst und wir mehr Aufträge bekommen, damit wir mehr verdienen.“

DOÑA CATARINA ORDOÑEZ PÉREZ, 56 Jahre alt
Doña Catarina ist glücklich darüber, dass es die Kooperative für die Frauen gibt.
Sie wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einem gemieteten Haus.

„Ich hoffe, dass wir in der Zukunft mehr Unterstützung von Außen bekommen, egal ob  Spendengelder oder mehr Bestellungen unserer Textilien. Die Kooperative hält sich über Wasser, allerdings fehlt es uns an etlichen Dingen.
Mein Mann ist 1986 im Krieg gestorben. Das Militär hat ihn in die Berge geschickt und seit dem ist er nicht wieder zurück gekehrt. Ich habe all die Tage auf ihn gewartet. Ich ging davon aus, dass er nach 2 oder 3 Wochen wieder nach Hause kommen würde, aber selbst nach mehr als einem Monat ist er nicht zurück gekommen. Einer seiner Kameraden ist zurück gekehrt und hat mir gesagt, dass mein Mann tot oben in den Bergen liegt und dass sie seine Leiche dort gelassen haben, weil er so weit weg liegt. Ich wollte in die Berge gehen um ihn zu suchen, aber ich konnte ja meine Tochter nicht alleine lassen, und sonst war ja niemand da.
Wenn wir in der Zukunft mehr Aufträge bekommen und wir alle mehr weben müssen und so mehr verdienen, kaufe ich mir mein eigenes Grundstück, damit ich keine Miete mehr zahlen muss. Ich habe Vertrauen in Gott, dass es bald mehr Arbeit für uns gibt.“

DOÑA PETROLINA SANCHEZ DE LA CRUZ, 37 Jahre alt
Doña Petrolina freut sich über ihre Arbeit mit den Weberinnen, weil sie damit sich und ihren Sohn versorgen kann.
 
„Wegen dem Krieg habe ich meinen Mais, mein Haus und Kleider verloren. Eine Woche lang habe ich nichts als ein paar Früchte gegessen, da ich nichts anderes hatte. Ich habe mir einen Mann gesucht, der hat aber sehr viel Alkohol getrunken. Ich habe ein Kind von ihm bekommen, aber er hat immer mehr getrunken und ist gestorben.
Mein größter Wunsch ist, dass mein Sohn in die Schule gehen kann und später Lehrer sein wird.“

DOÑA CATARINA SAJIC DE LA CRUZ,  38 Jahre alt
Doña Catarina lebt alleine mit ihrem 15 jährigen Sohn, ihr Mann ist vor der Geburt des Kindes gestorben.

„Mir geht es gut, weil ich mit der Unterstützung der Kooperative rechnen kann. Jedes mal wenn ich meine Weberei beendet habe, bin ich sehr erleichtert und glücklich, da ich ejidoLeider gibt es viele Menschen, die etwas bei mir bestellen, mich aber erst dann bezahlen, wenn meine Textilien in ihrem Laden verkauft wurden. In unserer Kooperative dagegen bekommen wir unseren festen Lohn alle 15 Tage ausgezahlt, ohne dass wir darauf warten müssen, dass unsere Handwebereien verkauft werden. Ich wohne außerhalb Cotzals in einem der kleinen Nachbardörfer. Gott sei Dank, dass das Projekt mir Arbeit gibt.
Im Krieg ist mein Mais- und Bohnenfeld verbrannt, sowie mein Haus und all meine Kleider. Wir mussten unter großen Steinen schlafen, ohne Decken. Wir Geschwister umklammerten uns gegenseitig fest die Hände, um schlafen zu können. Einen unserer Kousins haben sie gefangen und getötet. Ich habe gesehen, wie sie seine Leiche in den Fluss geworfen haben.“

DOÑA CATARINA TZOY LUX, 50 Jahre alt
Doña Catarina arbeitet mit den Weberinnen. Sie muss alleine ihren Sohn versorgen.
Ihre Mutter starb, als sie 3 Jahre alt war. Ihr Vater hat danach wieder geheiratet, allerdings wurde Catarinan von ihrer Stiefmutter sehr schlecht behandelt. Catarina heiratete, doch ihr Mann hat sie verlassen.

„Ich wünschte mir, dass mein Sohn in die Schule gehen könnte, aber dafür reicht das Geld nicht aus. Ich träume davon, mir mein eigenes Haus zu kaufen. Ich möchte weiterhin in der Kooperative arbeiten, damit ich wenigstens genügend Mais und Bohnen für die Mahlzeiten kaufen kann.“

Imagenes
CÓMO CONTACTAR CON LA COOPERATIVA
Pedro Marroquin
Teléfono: (504) 54 28 82 18
E-mail: marroquin393@hotmail.com